Stil: Bunt&Bild | Text

Bodenrichtwerte

 

Bodenrichtwerte
für die Berichtsjahre 2007-2008

 

Bauland erschlossen und unbebaut:    
Zone 10/110 WA/WR: Renningen Zone 10 Malmsheim Zone 110
- eingeschossige Bauweise ---,-- €/m² ---,-- €/m²
mit einer GRZ von 0,4    
     
Zone 15/115 WA/WR: Renningen Zone 15 Malmsheim Zone 115
- eingeschossig mit ausbaubaren DG (I+ID) 375,-- €/m² 375,- - €/m²
- eingeschossig mit ausbaubarem UG (I+IU)    
mit einer GRZ von 0,4 und einer GFZ von 0,6    
     
Zone 20/120 WA/WR: Renningen Zone 20 Malmsheim Zone 120
- zweigeschossige Bauweise 420,-- €/m² 420,-- €/m²
mit einer GRZ von 0,4 und einer GFZ von 0,8    
     
Zone 25/125 WA/WR: Renningen Zone 25 Malmsheim Zone 125
- zweigeschossig mit ausbaubaren DG (II+ID) 430,-- €/m² 430,-- €/m²
- zweigeschossig mit ausbaubarem UG (II+IU)    
mit einer GRZ von 0,4 und einer GFZ von 0,8    
     
Zone 30/130 WA/WR: Renningen Zone 30 Malmsheim Zone 130
- dreigeschossige Bauweise 440,-- €/m² 440,-- €/m²
mit einer GRZ von 0,4 und einer GFZ von 1,0    
     
Zone 35/135: Renningen Zone 35 Malmsheim Zone 135
- dreigeschossig mit ausbaubaren DG (III+ID) ---,-- €/m² ---,-- €/m²
- dreigeschossig mit ausbaubaren UG (III+IU)    
und mehrgeschossige Bauweise    
mit einer GRZ von 0,4 und einer GFZ von 1,0    
     
Zone 40/140: Renningen Zone 40 Malmsheim Zone 140
- Bebauung nach § 34 BauGB 365,-- €/m² 365,-- €/m²
     
Zone 45/145: Renningen Zone 45 Malmsheim Zone 145
- Geschäftslage ---,-- €/m² ---,-- €/m²
mit einer GRZ 0,4 und einer GFZ von 1,0    
     
Zone 60/160: Renningen Zone 60 Malmsheim Zone 160
- Gewerbegebiet G/GE(e) bis III m² 170,-- €/m² 170,-- €/m²
mit einer GRZ 0,8 und einer GFZ von 1,8    
     
Zone 70/170: Renningen Zone 70 Malmsheim Zone 170
- Gewerbegebiet G/GE(e) III+ 190,-- €/m² ---,-- €/m²
mit einer GRZ 0,8 und einer GFZ von 2,2    
     
Zone 270/275: Renningen Zone 270 Malmsheim Zone 275
- Mischgebiet ---,-- €/m² ---,-- €/m²
mit einer GRZ 0,4 und einer GFZ von 0,8    
     
Zone 2015 Renningen Zone 2015  
-Baugebiet Keltenstraße I 450,-- €/m²  
mit einer GRZ 0,4 und einer GFZ von 0,6-0,8    
     
Wohnbebauung Außenbereich:    
Zone 300: Renningen Zone 300 Malmsheim Zone 300
- Wohnbebauung Außenbereich ---,-- €/m² ---,-- €/m²
     
Gartenhausgebiet:    
Zone 80-180: Renningen Zone 80 Malmsheim Zone 180
- Gartenhausgebiet GRZ 0,1 -15,-- €/m² -15,-- €/m²
     
Sonderflächen/Verkehrsflächen:    
Zone 210: Renningen Zone 210 Malmsheim Zone 210
- Sonderflächen ---,-- €/m² ---,-- €/m²
     
Zone 220: Renningen Zone 220 Malmsheim Zone 220
- Verkehrsflächen -13,-- €/m² -13,-- €/m²
     

Erläuterungen

 

Erläuterungen der Bodenrichtwerte

Gemäß § 193 Abs. 3 und § 196 des Baugesetzbuchs (BauGB) hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte für den Bereich der Stadt Renningen die  angegebenen Bodenrichtwerte nach den Bestimmungen des Baugesetzbuchs und der  Gutachterausschussverordnung (Gutachter-auschussVO) vom 11.12.1989, geändert durch Verordnung vom 15.02.2005, zum Stichtag 31.12.2008 ermittelt.

 

Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Lagewert des Bodens für eine Mehrheit  von Grund-stücken, für die im Wesentlichen gleiche Nutzungs- und Wertverhältnisse vorliegen. Er ist bezogen auf den Quadratmeter Grundstücksfläche eines Grundstücks mit definiertem  Grundstückszustand (Bodenrichtwertgrundstück).

Bodenrichtwerte werden für baureifes und bebautes Land abgeleitet. 

Für sonstige Flächen können bei Bedarf weitere Bodenrichtwerte ermittelt werden.

Bodenrichtwerte haben keine bindende Wirkung.

 

Nach § 196 Abs. 1 BauGB sind Bodenrichtwerte in bebauten Gebieten mit dem Wert zu ermitteln, der sich ergeben würde, wenn die Grundstücke unbebaut wären.

 

Abweichungen des einzelnen Grundstücks von dem Bodenrichtwertgrundstück in den wert-beeinflussenden Merkmalen und Umständen - wie Erschließungszustand, spezielle Lage, Art und Maß der baulichen Nutzung, Nutzungsart, Bodenbeschaffenheit, Grundstücksgestalt - bewirken in der Regel entsprechende Abweichungen seines Verkehrswerts von dem Bodenrichtwert.

 

Bei Bedarf kann nach § 193 BauGB von den Antragsberechtigten ein Gutachten des Gutachterausschusses für Grundstückswerte über den Verkehrswert beantragt werden.

 

Die Bodenrichtwerte werden grundsätzlich altlastenfrei ausgewiesen.

 

Ansprüche gegenüber Trägern der Bauleitplanung, den Baugenehmigungs- oder den Land-wirtschaftsbehörden können weder aus den Bodenrichtwerten noch aus den sie beschreibenden Attributen abgeleitet werden.

 

 

Definitionen

Baureifes Land im Sinne dieser Aufgliederung sind bebaubare Flächen, die in ortsüblicher Weise ausreichend erschlossen sind. (Voll erschlossen)

 

Rohbauland sind nicht ausreichend erschlossene Flächen, die

  1. in einem Bebauungsplan als Baugebiet festgesetzt sind, oder
  2. innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile liegen, für die ein solcher Bebauungsplan nicht vorhanden ist, oder
  3. in einem Gebiet liegen, für das die Stadt beschlossen hat, einen Bebauungsplan im Sinne des § 30 BauGB aufzustellen.

 

Bauerwartungsland sind Flächen, die

  1. in einem Flächennutzungsplan als Bauflächen dargestellt sind, oder
  2. deren Bebauung, wenn kein Flächennutzungsplan besteht, nach der Verkehrsauffassung unter Berücksichtigung einer geordneten baulichen Entwicklung des Stadtgebietes in absehbarer Zeit zu erwarten ist.

 

anrechenbare Baulandfläche

Die anrechenbare Baulandfläche entspricht der tatsächlichen Bebauung des Grundstücks. Der Wert ergibt sich aus dem für das Bewertungsobjekt maßgeblichen Bodenrichtwert abzüglich des Bebauungsabschlages von 10-30 %. 

Die Höhe des  Bebauungsabschlages richtet sich nach der Nutzungsungseinschränkung des Grund-stückes.

Je neuer und optimaler das Grundstück bebaut ist, desto niedriger (ab 10%) ist der Bebauungsabschlag.

Bei einer älteren und/oder nicht optimaler Bebauung des Grundstücks fällt der Bebauungsabschlag höher (bis 30 %) aus. Dadurch ergibt sich im Durchschnitt ein Bebauungsabschlag von rd. 20 %.

Größere Nutzungseinschränkungen des Grundstücks (z.B. Denkmalschutz) können auch einen höheren Bebauungsabschlag rechtfertigen.

 

BauIandmehrfIäche

Ist das Baufenster größer als es einer der vorhandenen baulichen Anlage(n) angemessenen Nutzung entspricht und ist nach rechtlichen Gegebenheiten eine weitere Nutzung der "Mehrfläche" möglich und wirtschaftlich vertretbar, so ist diese "Mehrfläche" beim Ansatz des Bodenpreises der baulich anrechenbaren Grundstücksfläche gesondert zu berücksichtigen.

Die Baulandmehrfläche ergibt sich i.d.R. dann, wenn bei der Bebauung eines Grundstückes das mögliche Baufenster nicht vollständig ausgenutzt wird, oder ein (qualifizierter) Bebauungsplan erst nach Erstellung eines Gebäudes rechtskräftig wird und das dadurch entstehende "neue" Baufenster größer ist, als die Grundfläche des bereits bestehenden Gebäudes.

Zu beachten ist bei der Anrechenbarkeit, der baurechtlich erforderliche Grenzabstand innerhalb des Baufensters.

Die Baulandmehrfläche hat im erschließungsbeitragsfreien Zustand (ebf) auf dem Renninger Grundstücksmarkt den gleichen Wert wie die anrechenbare Baulandfläche .

Im erschließungsbeitragspflichtigen Zustand (ebp) abzüglich der noch für eine weitere Bebauung entstehenden Erschließungsbeiträge.

 

Garten-/Grünfläche am Haus

Die Garten-/Grünfläche am Haus ergibt sich dann, wenn ein Grundstück größer ist, als es für die maximal zulässige Bebauung notwendig wäre.

Der Wert der Garten-/Grünfläche liegt bei  ca. 10 % des für das Grundstück maßgeblichen Bodenrichtwertes.

Berchnungsbeispiel

Beispiel:

Ein Grundstück hat  eine Größe von 600 m².

Die tatsächliche Bebauung hat eine Grund-fläche von 60 m².

Das Baufenster lässt eine theoretische Be-bauung von 100 m² zu.

Der Bebauungsplan schreibt eine maximale  Grundflächenzahl (GRZ) von 0,25 vor.

Die anrechenbare Baulandfläche ist erschlies-sungsbeitragsfrei, für die Baulandmehrfläche ist bei einer weiteren Bebauung noch ein Erschließungsbeitrag von 60 €/m² zu zahlen.

Der maßgebliche Bodenrichtwert liegt in Zone 20 bei 420 €/m².

Der Bebauungsabschlag liegt auf Grund der Bebauung bei 20 %.

 

Daraus ergibt sich folgende Berechnung des Bodenwertes:

Anteil der anrechenbaren Baulandfläche: 60 m² / 0,25 (GRZ) = 240 m²
Anteil der Baulandmehrfläche: 100 m² / 0,25 (GRZ) - 240 m² = 160 m²
Gesamtfläche der Anteile 600 m² - 400 m² = 400 m²
Anteil der Garten-/Grünfläche:   = 200 m²
Gesamtfläche des Grundstücks   = 600 m²
     
Bodenrichtwert   = 420 €/m²
abzüglich 20 % Bebauungsabschlag 420 €/m² - 84 €/m² = 336 €/m²
abzüglich Erschließungsbeitrag 336 €/m² - 60 €/m² = 276 €/m²
10 % des Bodenrichtwertes für Garten-/ 420 €/m² x 10/100 = 42 €/m²
Grünland    
     
Wert der anrechenbaren Baulandfläche: 240 m² x 336 €/m² = 80.640 €
Wert der Baulandmehrfläche: 160 m² x 276 €/m² = 44.160 €
Wert der Garten-/Grünfläche: 200 m² x 42 €/m² = 8.400 €
Gesamtbodenwert des Grundstücks   = 133.200 €