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Bauen & Umwelt

Große Wünsche - kleiner Geldbeutel?

Der Mehrzahl aller Bauherren bietet sich nur einmal im Leben die Chance, ein Haus zu bauen. Um so mehr möchten sie möglichst all ihre Wünsche und Erwartungen mit dem neuen Heim verwirklichen. Die ersten vorsichtigen Kostenschätzungen bringen dann aber meist schon eine Ernüchterung: Soll der Bau kostengünstig bleiben, muss man von so mancher liebgewonnenen Idee Abschied nehmen.

Vor dem Baubeginn

Die Kunst des Bauens besteht letztlich darin, mit einem möglichst geringen finanziellen Aufwand ein Optimum an Bau- und Wohnqualität zu erreichen. Die beste Erfolgsgarantie dafür ist eine umsichtige Planung. Nur der Fachmann, am besten ein Architekt, kann sich einen sicheren Überblick über die zu erwartenden Ausgaben verschaffen und feststellen, wo noch Einsparungen möglich sind.

Klare Absprachen vor Baubeginn vermeiden zudem Änderungswünsche während der Bauphase und damit unnötige Zusatzkosten.

 

  1. So einfach bauen wie möglich. Die Form des Hauses sollte möglichst kompakt sein. Das hilft, nicht nur Baumaterial, sondern später auch Betriebs- und Unterhaltungskosten zu sparen. „Einfache" Bauformen müssen nicht monoton und uniform wirken, mit guter Baugestaltung lässt sich auch hier eine abwechslungsreiche Vielfalt erreichen.
  2. Am Rohbau nicht sparen! Faustregel: Die Grundsubstanz soll viele Generationen überdauern. Zu knapp dimensionierte und in der Praxis wenig erprobte Bauweisen und Materialien sollten unbedingt vermieden werden. Ein Beispiel: Die Außenmauern einige Zentimeter dicker als die Sparversion zu planen, wirkt sich auf die Endkosten kaum merklich aus, verringert aber die späteren Energie- und Instandsetzungskosten deutlich. Was für das Mauerwerk gilt, betrifft auch die Geschossdecken zu unbeheizten Nebenräumen und das Dach.
  3. Grundrisse dem tatsächlichen Bedarf anpassen. Zu großzügig bemessene Räume verschlingen Baugelder und Heizkosten. Ein Wohnzimmer beispielsweise, das vielleicht nur am Wochenenderichtig genutzt wird, muss nicht unbedingt 60 Quadratmeter groß sein.
  4. Beim Innenausbau übertriebenen Luxus vermeiden. Exklusive Wasserhähne, Badewannen, Bodenbeläge, Schalter etc. kosten ein Vielfaches von einfacheren Standardausstattungen, verbessern aber die Wohnqualität nicht. Es besteht immer noch die Möglichkeit, später bei verbesserter Haushaltslage „nachzurüsten“.
  5. Grundstücksfläche optimal ausnutzen! Vielleicht hat auf dem Grundstück ein zweites Haus Platz oder eine ganze Siedlung? Beim gemeinsamen Bauen lassen sich von der Planung und Erschließung bis zur Bauausführung erhebliche Kosten sparen, ebenso bei größeren Mengenabnahmen von Baustoffen. Verdichtete Bauweisen sind zudem energetisch günstiger als frei stehende Einfamilienhäuser. Aktive Solar-Nutzung durch optimale Ausrichtung des Gebäudes in Nord-/Südrichtung und Dimensionierung der Fenster (nach Süden groß, nach Norden klein) ermöglichen.
  6. Manche Bauherren setzen ihren Sparstift zuallererst beim Keller an. Mit dem Wegfall des Kellers müssen aber Nebenflächen wie Heizzentrale, Waschküche, Lager- und Hobbyraum anderweitig im Gebäude untergebracht werden – zumeist in bester Bauausführung und bei Erweiterung der Gebäudegrundfläche. Ein Keller dagegen beansprucht keine zusätzliche Grundfläche und kann auch in einfachster Bauausführung hergestellt werden. Denken Sie daran, dass Sie im Nachhinein keinen Keller mehr bauen können.
  7. Baustoffe „horten“. Schon vor Baubeginn Sonderangebote der Baumärkte z.B. an Fliesen, Farben, Installationsmaterial etc. wahrnehmen.
  8. Eigenleistungen einbringen. Dies gilt aber nur, falls genügend Zeit und praktische Erfahrung vorhanden ist.

Außenanlagen / Gartengestaltung

Nach dem langersehnten Einzug in das neue Heim beginnt für viele Bauherrn die Gestaltung des Garten- und Außenbereichs. Die immer wichtiger werdenden ökologischen Aspekte führen dazu, dass hierzu in neueren Bebauungsplänen entsprechende Regelungen erfolgen. Im Vordergrund stehen hier

 

  • der Erhaltung von bestehenden, schützenswerten Bäumen
  • die Reduzierung versiegelter Flächen
  • die Pflanzung von einheimischen, standortgerechten Pflanzen
  • Regelungen bzgl. der Gestaltung von Einfriedigungen

Hierzu ist oft bereits mit Einreichung der Bauantragsunterlagen ein so genannter Freiflächengestaltungsplan vorzulegen, in dem die geplante Gestaltung darzustellen ist. Insofern sollten sich die Bauherren bereits möglichst frühzeitig auch mit diesem Thema beschäftigen und die entsprechenden Festsetzungen bzw. Empfehlungen des Bebauungsplans beachten.

Zisternen

Damit die Wasserversorgung der Pflanzen und Bäume möglichst kostengünstig gewährleistet werden kann, wird in Renningen der Einbau von Zisternen ohne Größenbeschränkung grundsätzlich zugelassen. Das Dachflächenwasser kann somit gesammelt und für die Gartenbewässerung verwendet werden. Das Gießwasser aus diesen Zisternen wird nicht über einen Wasserzähler verrechnet und muss somit auch nicht bezahlt werden. Nachdem die Abwassergebühren nach dem Frischwasserbezug berechnet werden, kann somit gleich doppelt gespart werden.

Aus Gründen der Bakterien- und Keimübertragung — die auch bei gewissenhafter Trennung zwischen Brauchwasser aus der Zisterne und Frischwasser aus der öffentlichen Wasserver-sorgungsleitung nicht vollständig ausgeschlossen werden kann — wird von einer Brauchwasser-nutzung aus der Zisterne für die Toilettenspülung abgeraten. Erheblichen zusätzlichen Aufwand würde noch einmal die Reinigung des Wassers für die Aufbereitung zur Nutzung mit der Waschmaschine bedeuten.

Als sehr positiver Nebeneffekt wird nebenbei auch ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz geleistet, indem durch die private Regenwasserrückhaltung in der Zisterne gerade auch bei Starkregenereignissen in unserem dicht bebauten und damit stark bodenversiegelten Raum ein Rückhaltevolumen für die Wassermengen geschaffen wird.

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