Stadt Renningen

Seitenbereiche

Volltextsuche

Wonach suchen Sie?

Suchlupe
  • Hintergrundbild der Stadt Renningen
  • Hintergrundbild der Stadt Renningen
  • Hintergrundbild der Stadt Renningen
  • Hintergrundbild der Stadt Renningen
  • Hintergrundbild der Stadt Renningen
Stadtinformation

Im Rahmen der "eBürgerbeteiligung" fand in der vergangenen Woche die 7. Runde "Frag den Bürgermeister" statt.

 
Vom 02. – 08. September 2019 hatten Sie online die Gelegenheit, Herrn Bürgermeister Wolfgang Faißt bzw. der Stadtverwaltung Renningen  eine Frage, die Ihnen unter den Nägeln brennt, zu stellen. Die Fragen und Antworten können unter den Ergebnisse online auf www.renningen.de/ebuergerbeteiligung oder in der Stadt Renningen App im Bereich „eBeteiligung“ nachgelesen werden.
 
Folgende Bürger haben sich beteiligt und Fragen gestellt:
 
@FrauKarinMüller:            
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Faißt,
ich habe diese Frage: Warum wurde die Hardtallee nicht nach dem Maßnahmenvorschlag REN 201 der Radverkehrskonzeption des Landkreises Böblingen saniert? In dieser Konzeption ist vorgeschlagen, die vorhandene Wegdecke wegen kleinerer Schlaglöcher zu sanieren. Weitergehende Frage: nachdem die Asphaltdecke entfernt wurde und eine wassergebundene Decke gebaut wurde. Ist beim Einbau die empfohlene Vorgehensweise eingehalten worden? Diese ist in Wikipedia beschrieben: Der oberste Belag ist etwa zwei bis vier Zentimeter dick und liegt einer rund sechs Zentimeter dicken Tragschicht auf, die Druck und Schub dynamisch überträgt. Darunter liegen eine Frostschutzschicht und der tragfähige Unterbau. Das verwendete Material wird weder von hydraulischen noch bituminösen Bindemitteln zusammengehalten. Stattdessen wird der Oberbau auf die feuchte Tragschicht aufgebracht, anschließend verdichtet (gewalzt) – und dann einige Wochen nicht belastet. Erst die Einwaschung der obersten Schichten sorgt für die Bindung und damit eine kompakte Struktur. Kennzeichen eines Weges mit richtig ausgeführter wassergebundener Decke ist es, dass selbst schmale Reifen mit hoher punktueller Druckbelastung keine Spuren hinterlassen und der Fahrwiderstand bei geringer Geschwindigkeit dem auf durchschnittlichen Asphaltdecken vergleichbar ist.
Eine einige Wochen dauernde Sperrung hat nicht stattgefunden, auch sind jetzt schon Spuren und Abtragungen der Deckschicht zu sehen. Darüber hinaus beschreibt Wikipedia, dass wassergebundene Wegstrecken anfällig für Erosion sind, besonders wenn es sich um Gefällstrecken handelt, was bei der Hardtallee der Fall ist.
Weitergehende Frage zur Pflege der bereits vorhanden Wege mit wassergebundener Deckschicht, hauptsächlich Waldwege: Warum wurde letzten Herbst im Bereich der Waldwege Finsterrainweg, Lange Allee, Grenzweg der Splitt abgetragen und zentnerweise in den Wald gekippt und keine neue Deckschicht aufgetragen wodurch die Wege jetzt in einem sehr schlechten Zustand sind ? Ist das Abkippen des Splitts zulässig? Wäre ein Einsammeln und Wiederverwendung nicht resoursensparender und damit kostengünstiger ?
Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.
 
Nachfolgend die Antwort hierzu:
Sehr geehrte Frau Müller,
Die Hardtallee ist entsiegelt worden. Dieses als ökologische Maßnahme, weil das Ziel besteht, im Wald möglichst keine versiegelten Flächen zu belassen. Die Hardtallee ist ein Waldweg. Hier stehen neben den Bedürfnissen der Radfahrer auch ökologische Überlegungen zur Abwägung an. Eine Sanierung nach Vorschlag der Radverkehrs-konzeption (z.B. „Flicken der Schlaglöcher“) führt unseres Erachtens nicht zur gewünschten dauerhaften Qualität, weswegen hier die Entsiegelung und der Bau als wassergebundene Decke als für diesen Abschnitt geeignetere Maßnahme ausgewählt wurden.
 
Bei der Herstellung der wassergebundenen Decke ist nach den Straßenbaurichtlinien vorgegangen worden (Diese liegen uns und auch den ausführenden Firmen vor, so dass wir nicht auf Laienportale angewiesen sind. Im Wald steht außerdem der Schutz der Bäume mit an hoher Stelle, d.h. der Wurzelschutz wie auch der Schutz des Bodens und des Wasser-haushalts wird mit berücksichtigt.
Beim Herstellen des Weges, eigentlich schon beim Abtragen des alten Belags wurden selbstverständlich die erforderlichen Proben genommen und das Material fachgerecht entsorgt oder wenn zulässig z.T. auch wiederverwendet. Der Belag benötigt jetzt einige Wochen, um sich zu verfestigen, dann ist auch dieser Weg für Radfahrer und Fußgänger bequem zu benutzen.
Mit freundlichen Grüßen
Bürgermeister Faißt
 
@HerrMartinEndmann
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Faißt,
ist die Stadt Renningen Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundlicher Kommunen? Und wenn nein: Warum nicht?
Mit freundlichen Grüßen
Martin Endmann

Nachfolgend die Antwort hierzu:
Sehr geehrter Herr Endmann,
der Gemeinderat der Stadt Renningen hatte sich in der Vergangenheit bereits damit befasst der Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) beizutreten.
Bereits zum damaligen Zeitpunkt wurde festgehalten, dass die Stadt Renningen die Interessen des Radverkehrs in Renningen, wann immer dies als möglich und sinnvoll erachtet wird, berücksichtigt. Einige der auf der Homepage der AGFK-BW genannten Ziele sind in Renningen bereits an verschiedener Stelle umgesetzt. Eine Gleichschaltung der Ziele der Arbeitsgemeinschaft mit den Zielen der Stadt Renningen, die durch den Beitritt zu der Arbeitsgemeinschaft erklärt würde, wurde jedoch von Seiten der Stadtverwaltung und auch vom Gemeinderat nicht befürwortet, um bei Entscheidungen objektiv alle erkennbaren Gesichtspunkte neutral abwägen und die örtliche Situation abwägen zu können.
Unsere Entscheidungen sollen weiterhin pragmatisch und effektiv an den Erfordernissen in Renningen orientiert werden, ohne möglicherweise in Zielkonflikte zu geraten. Durch einen Beitritt könnte sich in Einzelfällen ein politischer Druck zur Realisierung der von der AGFK-BW genannten Ziele ergeben, der von Seiten der Stadtverwaltung bzw. des Gemeinderates nicht gewünscht ist.
Eine Darstellung, dass die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft die Mitarbeiter der Verwaltung entlaste oder Kostenvorteile bringe, wurde aufgrund vielfältiger vorliegender Erfahrungen aus der Mitarbeit in solchen Arbeitskreisen bezweifelt. Durch die „ideelle und materielle“ Bereitschaft zur Mitarbeit in der AGFK-BW mit regelmäßigen Treffen würde zusätzlich Personalkapazität gebunden und nicht freigestellt. Aufgrund der Personalkapazität der Stadt Renningen muss jedoch unbedingt darauf geachtet werden, die vorhandenen Kapazitäten zielgerichtet für die städtischen Aufgaben einzusetzen.
Sofern fachlicher Rat in Einzelfragen der Radverkehrsplanung erforderlich ist, wird dieser, wie bisher schon, von Fall zu Fall eingeholt. Dazu bedarf es keiner ständigen Mitgliedschaft in einem weiteren Gremium.
Eine Auszeichnung durch die AGFK-BW oder von politischer Seite als „fahrrad- und fußgängerfreundliche Kommune“ mag durchaus eine plakative und imagefördernde Werbemöglichkeit sein. Allerdings schließt dies nicht aus, dass es fahrrad- und fußgängerfreundliche Kommunen gibt, die nicht in dieser Arbeitsgemeinschaft vertreten sind. Zu diesen Kommunen zählt sich auch die Stadt Renningen, was aus vielen realisierten Planungen in der Vergangenheit ersichtlich ist.
Freundliche Grüße
Wolfgang Faißt
 
 
Die nächste Runde findet vom 07. – 13. Oktober 2019 statt. Dann haben Sie erneut online die Gelegenheit, Herrn Bürgermeister Wolfgang Faißt bzw. der Stadtverwaltung Renningen  eine Frage, die Ihnen am Herzen liegt, zu stellen.
Wir freuen uns über eine rege Beteiligung in der nächsten Runde im Oktober.
 
Rückfragen zur „eBürgerbeteiligung“ beantwortet Ihnen gerne Herr Marcello Lallo, Fachbereichsleiter -Bürger und Recht-, marcello.lallo(@)renningen.de, 07159/924-127.
 

Weitere Informationen