Kommunale Wärmeplanung
Was ist ein kommunaler Wärmeplan?
Der Wärmeplan ist ein strategischer Plan, mit dem Ziel, den Wärmebedarf und die Wärmeversorgung auf kommunaler Ebene ganzheitlich zu planen. Ziel ist die Gewährleistung einer treibhausgasneutralen, sicheren und kostengünstigen Wärmeversorgung. Der Plan umfasst die Analyse der aktuellen Situation der Wärmeversorgung, die Ermittlung des zukünftigen Wärmebedarfs sowie die Identifizierung von Potenzialen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Diese werden zu einem lokalen Zielbild (Zielszenario) zusammengefügt. Daneben beinhaltet er die Entwicklung von Strategien und Maßnahmen als erste Schritte zur Zielerreichung. Der Wärmeplan ist spezifisch auf die Stadt zugeschnitten, um die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse zu berücksichtigen.
Die KWP ist ein strategisches Planungsinstrument, die auf Gebietsebene die am meisten geeigneten Wärme-Technologie identifiziert. Sie ersetzt nicht die gebäudescharfe Planung und individuelle Entscheidungen der Eigentümerinnen und Eigentümer.
Der kommunale Wärmeplan Renningens
Der kommunale Wärmeplan wurde in der Gemeinderatssitzung vom 28.04.2025 beschlossen. Teil des Wärmeplans sind fünf priorisierte Maßnahmen, mit welchen innerhalb der nächsten fünf Jahre begonnen werden soll (gem. §27 KlimaG BW). Diese Maßnahmen bahnen den Weg für eine Wärmewendestrategie, sodass die Wärmeversorgung im gesamten Stadtgebiet bis zum Zieljahr 2040 klimaneutral erfolgen kann. Gefördert wurde die kommunale Wärmeplanung in Renningen durch das Förderprogramm des Landes Baden-Württembergs BWPLUS.
Sie finden den kommunalen Wärmeplan für Renningen folgend als Download. Bei Fragen können Sie sich jederzeit an Frau Herrmann (siehe Kontaktfeld rechts) oder an klimaschutz@renningen.de wenden.
Zentrale und dezentrale Versorgungsgebiete
Im kommunalen Wärmeplan wird zwischen zentralen und dezentralen Versorgungsgebieten unterschieden. Zentrale Versorgungsgebiete sind Gebiete, die über ein Wärmenetz mit Wärme versorgt werden. Die dezentrale Versorgung bedeutet, dass jedes Gebäude eine eigenständige Wärmeversorgung hat, bspw. über eine Wärmepumpe. Der Wärmeplan zeigt Gebiete auf, in welchen ein Potenzial für eine zentrale Wärmeversorgung, d.h. für ein Wärmenetz vorhanden sind. Alle Gebäude, die nicht in diesen Eignungsgebieten liegen, müssen auf eine dezentrale Lösung setzen.
Hier gelangen Sie zur digitalen Karte der zentralen Eignungsgebiete
Mein Gebäude liegt in einem dezentralen Gebiet - was nun?
Kostenlose Gebäudesteckbriefe für Renninger Bürgerinnen und Bürger
Seit Juni 2026 bietet Renningen Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngebäuden einen kostenlosen energetischen Gebäudesteckbrief. Damit können Sie:
- Ihren Wärmebedarf einschätzen
- Die effektivste Sanierung erkennen
- Ihr Wärmepumpen- und PV-Potenzial prüfen
- Passende Förderungen finden
Hier gelangen Sie zu Ihrem Steckbrief.
So funktioniert’s:
- Website aufrufen
- Adresse eingeben
- Steckbrief aufrufen und Angaben ergänzen
- Ersteinschätzung zum Sanierungspotenzial Ihres Gebäudes bekommen.
Beratung zu Wärmepumpen-Angeboten
Sie wohnen in Baden-Württemberg und haben bereits Angebote für eine Wärmepumpe vorliegen? Die Verbraucherzentrale bietet Ihnen eine Analyse und Erläuterung der Angebote (max. 3 Angebote) inklusive einer kostenlosen Video-Beratung und schriftlichen Ergebnisübersicht.
Alle Informationen erhalten Sie hier.
Informationsveranstaltung zur KWP in Renningen
Am Dienstag, 6. Mai 2025 fand die Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung in Renningen im Bürgerhaus statt.
Frau Hettmer eröffnete den Abend und betonte nochmals die Bedeutung der Kommunalen Wärmeplanung im Kontext des Klimaschutzes. Anschließend präsentierte Frau Olbrich von der greenventory GmbH gemeinsam mit der Frau Herrmann (Klimaschutzmanagerin Renningen) die Ergebnisse der Wärmeplanung. Im Mittelpunkt standen die Chancen und Grenzen des entwickelten Plans sowie die möglichen nächsten Schritte, um die Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Ziel ist es, das gesamte Stadtgebiet bis zum Jahr 2040 treibhausgasneutral mit Wärme zu versorgen.
Zusätzlich anwesend waren Stadtbaumeister Marx, Herr Wendling von der Energieagentur Kreis Böblingen (EA BB), Herr Petruch von der Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA), sowie Frau Sigler, Moderatorin von greenventory, die uns durch den Abend geführt hat.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben, Fragen an die Expertinnen und Experten auf dem Podium zu richten. Diese Gelegenheit wurde rege genutzt und zeigte das große Interesse der Bevölkerung an einer nachhaltigen und klimafreundlichen Wärmeversorgung in der Stadt.
Wir danken allen Beteiligten für ihr Interesse und ihre Mitwirkung und freuen uns auf die nächsten Schritte in der Umsetzung der Wärmeplanung!

Die Präsentation des Abends können Sie hier herunterladen:
Freiwillige Kommunale Wärmeplanung - Projektstart
Auch wenn es noch keine verpflichtende Aufgabe unserer Stadt ist, hat Renningen die Schritte eingeleitet, um den Umbau der Wärmeversorgung durch erneuerbare Energie strategisch zu planen und einen Weg zur Wärmewende und dem Erreichen des Klimaziele zu entwickeln. Nachdem die Fördermittel beantragt wurden und der Zuwendungsbescheid vorliegt, werden seit dem 17.11.2023 mit externe Hilfe, mit an Renningen angepasstem Leistungsverzeichnis und Unterstützung der Landesenergieagentur KEA BW und der Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA Ingenieurbüros zur Erstellung eines Angebots erfragt.
(Veröffentlichung in den Renninger Stadtnachrichten 51/2023)
