Besondere ökologische Schutzgüter
Besonders schützenswerte Güter im Wald werden bei uns nach dem Alt- und Totholzkonzept der
Landesforstverwaltung Baden-Württemberg geschützt. Dazu gehören bei uns:

Habitatbäume: (bei uns gekennzeichnet durch ein
Geweih siehe hier) Einzelbäume mit besonderen Strukturen (z.B Spechthöhlen)
Habitatbaumgruppen: 5-15 Bäumen je drei Hektar, meist besonders alte, dicke oder seltene Bäume mit Veranlagung für ökologische Strukturen
Flächenhafter Schutz: 1-3 ha (max. 10 ha) große
Flächen die ihrer natürlichen Entwicklung bis zum Zerfall überlassen werden
Zum flächenhaften Schutz des Waldes gehören nach dem AuT-Konzept auch Waldrefugien.
Diese sind Flächen im Wald, die dauerhaft aus der forstlichen Nutzung genommen werden, um sich natürlich
entwickeln zu können. Damit schafft die Forstverwaltung gezielt Rückzugsräume für seltene Tier- und Pflanzenarten, die auf alte Bäume und Totholz angewiesen sind.
Diese Flächen ergänzen die nachhaltige Waldbewirtschaftung und tragen dazu bei, die biologische Vielfalt zu
sichern, ohne die Nutzung des übrigen Waldes einzuschränken.
So entsteht ein ausgewogenes Miteinander von Naturschutz und verantwortungsvoller Forstwirtschaft.
Mehr Infos über das Thema AuT-Konzept und Waldrefugien finden Sie hier, bei den Kollegen der FVA.
Im Renninger Stadtwald gibt es aktuell vier Waldrefugien mit einer Gesamtfläche von ungefähr 9 ha. Weitere werden im Rahmen des Jahresberichts bzw. dem Nutzungs- und Kulturplan der Forstverwaltung vorgestellt und weitere Potenziale beschrieben. So kann jedes Jahr aufs neue beurteilt werden, wie gut sich die Refugien im Stadtwald entwickeln oder auch neu ausgewiesene Refugien vorgestellt werden.

Die gelben Schilder mit der Eule zeigen, wo sich die Refugien befinden. Schauen Sie doch Mal bei Ihrem nächsten Waldspaziergang, ob Sie eines davon entdecken können.
Übersicht der einzelnen Waldrefugien im Renninger Stadtwald
Fläche | Baumarten | Sonstiges | |
|---|---|---|---|
Dist. 1 Hardt Abt. 20 | ca. 3 ha | 80% Eiche 15% Buche 5% Esche | Eiche Baumholz, liegendes Totholz, Quellschutzgebiet Mittleres Alter 110 Jahre |
Dist. 4 Stöckhof Abt. 1 | ca. 2 ha | 45% Eiche 40% Buche 10% Esche 5% Hainbuche | Eiche Altholz, Naturverjüngung Buche, Landschaftsschutzgebiet und Quellschutzgebiet, Wald mit Immissionsschutzfunktion Mittleres Alter: 160 Jahre |
Dist. 5 Bergwald Abt. 3 | ca. 2,5 ha | 50% Buche 15% Hainbuche 15% Eiche 20% Tanne | Buche Baumholz, Naturverjüngung Buche, Quellschutzgebiet Mittleres Alter: 120 Jahre |
Dist. 9 Lange Hecke Abt. 2 | ca. 1,5 ha | 30% Tanne 30% Kiefer 20% Fichte 20% Buche | gemischtes Baumholz, Verjüngung Bergahorn und Buche, Bodenschutzwald und Landschafts- und Wasserschutzgebiet Mittleres Alter: 130 Jahre |
... | ... | ... | ... |
Summe | ca. 9 ha |
(Stand Jahresplanung 2025)


