KLIMANEUTRALE UND Zukunftssichere ENERGie
IN RENNINGEN

Dialogische Bürgerbeteiligung beim Projekt Windpark Renningen

„Dialog bedeutet nicht, den anderen zu überzeugen, sondern ihn zu verstehen.“ Mit diesem Leitsatz möchte die Stadtverwaltung Renningen einen offenen und transparenten Austausch zum Projekt Windpark Renningen pflegen. Dabei unterstützt und begleitet die Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung Baden-Württemberg (SDB) den Beteiligungsprozess. Ziel ist es allen Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben Fragen zu stellen, Hinweise einzubringen sowie ihre Perspektiven und Anliegen zum Projekt zu äußern.
Im vergangenen März wurde in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung über das weitere Vorgehen im Projekt Windpark Renningen beraten. In den vergangenen Monaten standen insbesondere Gespräche mit ABO Energy über die Rückabwicklung des bestehenden Vertrags im Mittelpunkt. Bis Ende Mai wurden Winddaten erhoben. Der Stadt Renningen liegen die Daten noch nicht vor. Erst auf Grundlage dieser Daten kann belastbar beurteilt werden, ob das Projekt künftig weitergeführt wird.
Die Stadtverwaltung sicherte der Bürgerschaft zu, dass neue Formen der Kommunikation genutzt werden sollen, damit jede und jeder die Möglichkeit hat, sich über die Projektstände zu informieren. Alle offiziellen Informationskanäle, wie die Stadtnachrichten, Social Media und die Homepage, werden weiterhin zur Informationsbeschaffung zur Verfügung stehen. Anliegen und Fragen können Sie jederzeit über windpark@renningen.de einreichen.
Zusätzlich wird nun über die Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung Baden-Württemberg ein Dialogprozess angestoßen.
Die folgenden Fragen und Antworten wurden durch die Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt, um die Rolle der Servicestelle zu verdeutlichen und die wichtigsten Fragen zur Begleitung des Beteiligungsprozesses zu beantworten.
Wie kam es zum Kontakt der Stadt Renningen mit der Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung (SDB)?
Die SDB kam auf die Stadt zu. Anlass waren Presseberichte im letzten Winter.
Wer ist die SDB, welche Aufgaben hat sie?
Die SDB ist eine staatliche Stelle. Sie arbeitet ausschließlich für Kommunen sowie Behörden des Landes und des Bundes. Die SDB hat die Aufgabe, Dialoge mit Bürgerinnen und Bürgern zu organisieren.
Hat die SDB eigene Interessen?
Ja. Diese ergeben sich aus dem Landesgesetz über die Dialogische Bürgerbeteiligung (DBG). Sie soll helfen, „Bedürfnisse der Bevölkerung zu erkunden“ (§ 1 Abs. 1 DBG). Das Interesse der SDB bezieht sich nur auf das Verfahren. Inhaltliche Ziele (z.B.: pro oder contra Windräder) hat die SDB keine. Auch das Gesetz über die Dialogische Bürgerbeteiligung schließt so etwas aus. Denn Dialogische Bürgerbeteiligung bereitet Entscheidungen vor. Sie bindet den Gemeinderat nicht.
Wie ist die SDB organisiert?
Sie berät als Anstalt des öffentlichen Rechts Behörden und Kommunen. Sie organisiert auch die Dialoge. Daneben ist eine Zentrale Vergabestelle angeschlossen. Gesellschafter ist das Land, vertreten durch das Finanzministerium. Die Vergabestelle hat die Aufgabe, die Dienstleister aus dem europaweit ausgeschriebenen Rahmenvertrag abzurufen. Als erläuternder Vergleich mag das Beispiel von Feuerwehrautos dienen: Keine Kommune kann viele Feuerwehrautos auf einmal kaufen. Deshalb hat das Land zentral 50 solcher Fahrzeuge ausgeschrieben. Die geballte Einkaufsmacht verbilligte jedes einzelne Fahrzeug. Die kommunalen Feierwehren profitierten von dieser Ersparnis. Ähnliches gibt es bei der Beschaffung von Computern und Software.
Was kostet die SDB?
Nichts. Sie arbeitet gebührenfrei für die öffentliche Hand. Kosten entstehen für professionelle Moderatorinnen und Moderatoren. Um die Kosten zu senken, gibt es die Zentrale Vergabestelle. Ferner hat der Landtag Fördergelder beschlossen. Diese sind knapp. Aber Renningen hat sich rechtzeitig beworben. Somit zahlt das Land hier auch die Kosten der Moderation.
Wem soll die Dialogische Bürgerbeteiligung nutzen?
Sie dient den Gremien, die entscheiden. Hier also der Renninger Gemeinderat. Der Gemeinderat muss zahlreiche Gutachten prüfen. Dabei handelt es sich vor allem um technische Gutachten, z.B. zum Baugrund für die angedachten Windräder. Die Dialogische Bürgerbeteiligung erkundet den “sozialen Baugrund“. Das ist nicht mehr und nicht weniger als eine weitere Erkenntnisquelle für den Gemeinderat. Angesichts der Vielzahl technischer Gutachten ist das aber sehr nützlich.
Wird die Dialogische Bürgerbeteiligung auch die bisherigen Gegner des Projekts erreichen?
Ja. Die Einladungen richten sich an alle Gruppen in der Stadt. Die Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung organisiert als unabhängige staatliche Stelle die Dialoge. Es geht schließlich darum, die Bedürfnisse und Sorgen rund um umstrittene Fragen zu verstehen. Allerdings sei an dieser Stelle schon angemerkt: Überall auf der Welt mögen Lobbygruppen, Verbände, lokale Interessengruppen und Bürgerinitiativen die Dialogische Bürgerbeteiligung nicht. Das ist gut nachvollziehbar. Solche Gruppen haben sich ihre Meinung gebildet. Sie wollen ihre Meinung durchsetzen. Sie haben wenig Interesse, sich auf Debatten einzulassen. Dialogische Bürgerbeteiligung zielt deshalb darauf ab, neben lauten Minderheiten eben auch der Mehrheit der Leisen eine Stimme zu geben. Menschen, die es vielleicht nicht wagen, in einer Bürgerversammlung aufzustehen und am Mikrofon Position zu beziehen.
Wie werden die Leisen gehört?
Das gelingt gut mit der Zufallsauswahl. Diese ist in Baden-Württemberg gesetzlich geregelt. (im DBG) Das Los entscheidet über die Teilnahme am Bürgerforum. Es gibt verschiedene Lostöpfe, um zum Beispiel Menschen aller Altersgruppen und aller Bildungsschichten einzuladen. Es sind zur Hälfte Frauen und Männer dabei. Diese Vielfalt führt nachweislich dazu, die Bedürfnisse gut zu erfassen.
Kann man nur mitmachen, wenn das Los einem trifft?
Nein. Es gibt mehrere Stufen. Denn die Menschen vor Ort gestalten das Bürgerforum mit: Welche Themen sind relevant? Wer soll den zufällig Ausgewählten die verschiedenen Ansichten erläutern? Hier finden Sie mehr Informationen. Es gibt auch eine Grafik.
Das ist der in Baden-Württemberg übliche Ablauf. Er wurde schon oft umgesetzt. Der Gemeinderat wird über die Details noch entscheiden.
Wie sieht so eine Entscheidung des Bürgerforums am Ende aus?
Es gibt keine Entscheidung. Das Bürgerforum wird auf maximal zehn Seiten die Konflikte bewerten und sagen, was aus seiner Sicht jeweils wichtiger ist. Es geht nicht um Ja oder Nein, Gut oder Böse, Gewinner und Verlierer. Sondern um die Zwischentöne, um das „Wichtiger als“. Ein Beispiel: Bei Windrädern gibt es oft Zielkonflikte. Ein Windrad schadet der Natur vor Ort, z.B. muss der Boden betoniert werden. U.a. Kleintiere leiden. Gleichzeitig dient es dem Klimaschutz und der Energiesicherheit. Beide Sichtweisen sind richtig. Aber beides gleichzeitig funktioniert nicht. Was also ist bei diesem Zielkonflikt dem Bürgerforum wichtiger? Daneben wird es weitere solcher Konflikte geben. Welche Werte sind dann jeweils wichtiger? Das hilft bei der Gesamt-Abwägung, die der Gemeinderat vornehmen muss: Soll der Weg für Windenergie weiter gegangen werden oder nicht? Wenn ja: Wie? Wenn nein: Was ist dann zu tun?
Warum ist die Dialogische Bürgerbeteiligung über die Windräder hinaus nützlich?
Der Gemeinderat hat der Bevölkerung zugesagt, bei der nächsten Entscheidung über Windkraft neue Wege zu gehen. Die Dialogische Bürgerbeteiligung ist solch ein anderer Weg. Nicht nur Fakten, sondern auch Emotionen, Sorgen, Bedürfnisse spielen eine Rolle. Denn oft sind einzelne Positionen nur zu verstehen, wenn die dahinter liegenden Motive deutlich werden.
Der Gemeinderat hat der Bevölkerung zugesagt, bei der nächsten Entscheidung über Windkraft neue Wege zu gehen. Die Dialogische Bürgerbeteiligung ist solch ein anderer Weg. Nicht nur Fakten, sondern auch Emotionen, Sorgen, Bedürfnisse spielen eine Rolle. Denn oft sind einzelne Positionen nur zu verstehen, wenn die dahinter liegenden Motive deutlich werden.
Veröffentlichung des Films: Oktober 2025
Warum wir uns für Windenergie in Renningen stark machen
Die saubere Energieerzeugung trägt nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern hat viele positive Aspekte:
- Erfüllung kommunaler Klimaziele
Der Gemeinderat hat am 20.03.2023 ein integriertes Klimaschutzkonzept beschlossen mit dem Ziel einer klimaneutralen Stadtverwaltung bis 2040 und der darüberhinausgehenden Vision einer klimaneutralen Gesamtstadt bis 2040. Das integrierte Klimaschutzkonzept beinhaltet sieben Handlungsfelder mit 32 Einzelmaßnahmen. Dabei nimmt die Schaffung von Windenergieanlagen die entscheidende Rolle bei der lokalen CO2-Bilanz ein; oder mit anderen Worten: ohne den lokalen Ausbau der Windenergie sind die im Klimaschutzkonzept der Stadt Renningen gesteckten Ziele nicht zu erreichen.
- Haushaltsentlastung durch stabile Einnahmen
Die Stadt erhält einen sich über die Betriebsdauer steigernden prozentualen Anteil am Umsatzerlös des Nettoertrags für den eingespeisten Strom. Eine davon unabhängige Mindestpacht je Windenergieanlage (WEA) wird ebenfalls gezahlt. Hinzu kommen Gewerbesteuereinnahmen.
Mit den Erträgen aus einem Windpark können demnach weitere Klimaschutzprojekte zur Erreichung der Klimaziele sowie gemeinwohlorientierte Aufgaben anteilig mit finanziert werden.
- Versorgungssicherheit
Mit Ausbruch des Ukrainekrieges und der akuten Gefahr einer Gasmangellage im Winter 2022/23 wurde erstmals offensichtlich, dass es auch aus Gründen der Versorgungssicherheit unerlässlich geworden ist, die Energieversorgung im Land selbst durch dezentrale regenerative Energieerzeugung, v.a. durch Wind- und Sonnenenergie sicherzustellen. Bzgl. des Windstroms ist dies wegen der unzureichenden Transportnetze von Norddeutschland in den Süden und der inzwischen sehr viel leitungsfähigeren Windenergieanlagen auch im windärmeren Süden wirtschaftlich und versorgungstechnisch sinnvoll geworden.
- Förderung der lokalen Wertschöpfung
Durch den Bau, den Betrieb und die Wartung von Windenergieanlagen bleiben die wirtschaftlichen Vorteile in der Region. Zum Beispiel profitieren lokale Unternehmen, Handwerker und Dienstleister, die bei der Errichtung und Instandhaltung der Windparks beteiligt sind. So werden Arbeitsplätze geschaffen und die regionale Wirtschaft unterstützt. Auch die bereits oben genannten Einnahmen gehen direkt an die Stadt und können für lokale Projekte, Infrastruktur oder soziale Einrichtungen investiert werden.
- Finanzielle Bürgerbeteiligung
Stadt und Bürgerschaft sollen die Möglichkeit erhalten, sich als Kommanditisten an der Betreibergesellschaft zu beteiligen und somit vom Verkauf des Windstroms wirtschaftlich zu profitieren. Zudem sollen sie in der Gesellschafterversammlung und im Beirat der Betriebsgesellschaft Mitspracherechte wahrnehmen können. Die Beteiligung der Bürgerschaft geschieht durch die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft. Fast die Hälfte der Wertschöpfung aus dem Betrieb des Windparks verbleibt damit bei der Stadt und den Bürgern.
Windenergie in Renningen - was bisher passiert ist
März 2026 - ABO Energy stellt Planung des Windparks Renningen vorerst ein
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen, sieht sich ABO Energy gezwungen die Planungen des Windparks Renningen vorerst einzustellen. Die Pressemitteilung von ABO Energy finden Sie hier auf der Projekthomepage des Windparks.
Die aktuellen Entwicklungen zur wirtschaftlichen Situation der ABO Energy werden genauestens beobachtet. Am 15. November 2025 hatte das Unternehmen erstmalig eine Gewinnwarnung herausgegeben, am 15. Januar 2026 erfolgte eine zweite, deutlich verschärfte Warnung. Diese dramatische Entwicklung war bei Vertragsabschluss noch nicht vorhersehbar. Der damals vorliegende Halbjahresbericht der ABO Energy ging von weiter anhaltenden Gewinnen des Projektierers aus.
Auf Basis dieser Entwicklungen müssen eine Vielzahl der Projekte wirtschaftlich neu betrachtet werden. Die Stadt Renningen führt bereits Gespräche, ob das Projekt, wie vertraglich vorgesehen umgesetzt werden kann. Aus Sicht der Verwaltung spricht zum jetzigen Zeitpunkt alles dafür, sich vom bestehenden Vertrag zu lösen und den Ausstieg zu verhandeln.
Für die Stadt Renningen ist klar: Durch die geänderte wirtschaftliche Situation ergibt sich eine neue Ausgangslage. In den nächsten Monaten werden Sondierungsgespräche geführt.02.03.2026 - Entscheidung über das Bürgerbegehren
Der Gemeinderat beschloss in der Gemeinderatssitzung vom 02.03.2026 einstimmig, dass das am 14.01.2026 eingereichte Bürgerbegehren unzulässig ist. Grundlage hierfür sind eine unzureichende Fragestellung sowie der geltende Vertrag zwischen der Stadtverwaltung Renningen und der ABO Energy.
Weitere Infos zur Sitzung vom 02.03.2026 finden Sie hier in unserem Ratsinformationssystem.
Januar 2026 - Bürgerinitiative "Gegenwind Renningen" reicht Bürgerbegehren ein
Am Mittwoch den 14. Januar 2026 reichten die Vertrauenspersonen der Bürgerinitiative „Gegenwind Renningen“ das Bürgerbegehren bzgl. des geplanten Windparks in Renningen ein. Ziel des Bürgerbegehrens ist ein Bürgerentscheid mit der Abstimmungsfrage: „Sind Sie dagegen, dass der Windpark Renningen gebaut wird?“
In freundlicher und respektvoller Atmosphäre wurde das Bürgerbegehren inkl. der gesammelten Unterschriften der Bürgerinnen und Bürger Renningens und Malmsheims an die Stadtverwaltung übergeben und das weitere Verfahren besprochen. Die Verwaltung sicherte dabei eine umfassende juristische Prüfung zu, ob ein Bürgerbegehren im vorliegenden Fall trotz des bereits abgeschlossenen Nutzungsvertrags mit dem Windpark-Projektierer möglich sei.
Die Stadt Renningen prüfte die Anzahl der zulässigen Unterschriften, wobei bereits vor Abschluss der Prüfung feststand, dass das erforderliche Quorum von 7 % der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger erreicht wurde. Der Gemeinderat muss nach § 21 Abs. 4 der Gemeindeordnung innerhalb von zwei Monaten nach Einreichung des Antrags in öffentlicher Sitzung über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens entscheiden.
29.11.2025 - Besichtigungsfahrt zum Windpark Hainstadt-Buchen
Am Samstag, 29. November 2025 ging es für interessierte Bürgerinnen und Bürger in den Odenwald, nach Hainstadt-Buchen, um sich den dortigen Windpark anzuschauen. Organisiert wurde der Ausflug von der Stadtverwaltung Renningen zusammen mit ABO Energy, Projektierer des Windparks Renningen, welcher auch den Windpark in Hainstadt-Buchen errichtet hat. Der Windpark in Hainstadt-Buchen wurde im Jahr 2023 in Betrieb genommen und umfasst vier Windräder, die ebenfalls wie in Renningen geplant, im Wald stehen. Die Anlagen sind ca. 30 m niedriger als die geplanten Anlagen in Renningen, aber dennoch ca. so hoch wie der Stuttgarter Fernsehturm.
Zwar seien die Anlagen im Detail nicht mit den geplanten Windrädern in Renningen vergleichbar, so betont Peter Müller, Erster Beigeordneter der Stadt Renningen jedoch: „Es geht bei der Infofahrt nicht darum, die Anlagen 1:1 zu vergleichen, sondern sich einen persönlichen Eindruck von so großen Windrädern zu verschaffen und sich auch ein Bild zu machen, wie der Waldeingriff und die Renaturierung der nur temporär benötigten Flächen aussieht.“
Frau Hummel, Herr Graf und Herr Wahle der ABO Energy haben einen Einblick in die Historie, die Planung und den Bau des Windparks Hainstadt-Buchen gegeben. Analog wurde die Planung für Renningen aufgegriffen. Der Austausch war durchweg interaktiv, alle Teilnehmenden konnten zu jeder Zeit ihre Fragen an ABO Energy und die Stadtverwaltung richten.
Darüber hinaus waren auch die Ortsvorsteherin von Hainstadt, Frau Schüssler und der Bürgermeister von Buchen, Herr Burger, vor Ort. Sie haben ebenfalls einen Einblick in die Historie des Projekts geben können und standen für Fragen bereit.
„Die Fahrt nach Hainstadt diente dem sachlichen Austausch zum Thema Windenergie. Man bekam ein Gefühl dafür, was es bedeutet einen Windpark im Wald zu errichten. Es freut mich, dass einige Bürgerinnen und Bürger der Einladung nachgegangen und mit uns nach Hainstadt-Buchen gefahren sind“, betont Bürgermeisterin Melanie Hettmer nach der Fahrt.


17.11.2025 - ABO Energy lädt zur Infomesse ein
Am Montag, den 17. November 2025 folgten zahlreiche Besucherinnen und Besucher dem Aufruf zur Infomesse Windpark Renningen. Von 17 – 20 Uhr hatten alle Interessierten die Möglichkeit sich im Bürgerhaus Renningen umfassend zum Projekt zu informieren und direkt mit den beteiligten Akteuren zu sprechen.
Veranstalter der Infomesse war der Projektierer ABO Energy, der auf vielfältigen Schautafeln umfassend über den Standort Renningen, Aspekte des Landschafts-, Natur- und Immissionsschutzes sowie über allgemeine Fragen zur Windenergie informierte. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Beteiligungsmöglichkeiten der Bürgerschaft am geplanten Windpark. Alle Informationen sind auf der Projekthomepage abrufbar, www.windpark-renningen.de.
Neben ABO Energy präsentierten sich auch die Stadtverwaltung Renningen, die Genehmigungsbehörde des Landratsamts Böblingen sowie der Arbeitskreis Lokaler Klimaschutz mit eigenen Informationsständen. Dort erhielten Besucherinnen und Besucher detaillierte Einblicke in den weiteren Projektverlauf, die geplante Zeitlinie und die begleitende Öffentlichkeitsarbeit.
„Es ist uns ein Anliegen, transparent zu kommunizieren und allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich faktenbasierte Informationen einzuholen“, betonte Bürgermeisterin Hettmer.Am städtischen Stand war zudem Förster Lukas Hutter für Fragen rund um den Eingriff in den Wald zur Verfügung und erklärte fachkundig die notwendigen Maßnahmen sowie deren Auswirkungen.
Die Stadtverwaltung und die ABO Energy bedanken sich für das rege Interesse.


Oktober 2025 - Abschluss des Nutzungsvertrags mit ABO Energy
Der Gemeinderat der Stadt Renningen hat in seiner Sitzung am 20. Oktober den entscheidenden Schritt für den Bau des Windparks Renningen im Vorranggebiet BB-29 gemacht. Einstimmig stimmte das Gremium dem Abschluss des Grundstücksnutzungsvertrags mit der ABO Energy GmbH & Co. KGaA und den Stadtwerken Tübingen GmbH zu.
Die Drucksache zur Sitzung finden Sie über folgenden Link im Ratsinformationssystem.
März 2024 - Grundsatzbeschluss zur Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Tübingen und ABO Energy
Der Gemeinderat hat am 18.03.2024 den Grundsatzbeschluss gefasst, mit den Stadtwerken Tübingen GmbH in Kooperation mit der ABO Energy GmbH & Co. KGaA (ehemals ABO Wind) in partnerschaftlicher Zusammenarbeit die Projektierung und den Betrieb eines Windparks auf Flächen der Stadt Renningen anzustreben und die Verwaltung beauftragt, die hierzu erforderlichen Gespräche und Verhandlungen fortzusetzen.
Der Beschluss zur Kooperation mit den Stadtwerken Tübingen in Kooperation mit der ABO Energy erfolgte damals noch ohne konkret feststehenden Standort oder Größe des Windparks. Die zweimalige Vorstellung des Entwurfs der Windvorranggebiete im Regionalplan durch den Verband Region Stuttgart mit einhergehender Bürgerbeteiligung ist bereits erfolgt. Der Gemeinderat Renningen hatte dem ersten Entwurf in öffentlicher Sitzung am 22.01.2024 zugestimmt und als Standort das Windvorranggebiet BB-29 präferiert. Die endgültigen Standorte und Größen der Windvorranggebiete sollen mit Rechtskraft der Teilfortschreibung des Regionalplans bis Ende Dezember 2025 feststehen.
Über die Hintergründe des Gemeinderatsbeschlusses vom 18.03.2024 wurde in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 22.04.2024 informiert. Sie finden die ausführlichen Erläuterungen zum Gemeinderatsbeschluss und der Entscheidung zur Kooperation mit den Stadtwerken Tübingen und der ABO Energy GmbH & Co. KGaA folgend als Download.
Sitzungsbericht Stadtnachrichten vom 22.04.2024 - Grundsatzbeschluss Windpark Renningen
November 2023 - Bürgerversammlungen in Renningen und Malmsheim
Zur Erreichung der vom Gemeinderat am 20.03.2023 beschlossenen Klimaschutzziele bis zum Jahr 2040 ist es unter anderem erforderlich, im Stadtgebiet Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von mindestens 27 MW zu errichten. Erforderlich sind hierfür rund fünf Großwindkraftanlagen modernster Bauart. Bei der Suche nach einem Projektpartner für einen Windpark auf stadteigenen Flächen hat die Stadt mit verschiedenen Investoren bzw. Windparkprojektierern Vorgespräche geführt und in zwei Bürgerversammlungen im November 2023 über die aus Sicht der Stadt maßgeblichen Auswahlkriterien für einen geeigneten Investor informiert.
Hier gelangen Sie zu den Informationen rund um die Bürgerversammlungen im Jahr 2023.
Bezug zum Klimaschutzkonzept der Stadt Renningen
Im Jahr 2023 wurde das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Renningen beschlossen, mit dem Ziel bis 2040 klimaneutral zu werden. Teil des Klimaschutzkonzepts sind 32 Maßnahmen, welche aufzeigen was alles getan werden muss, um das Ziel "Renningen 2040 klimaneutral" zu erreichen. Alle Informationen und das Klimaschutzkonzept als Download finden Sie hier.
Maßnahme 5: Förderung Ausbau Windenergie
Das Ziel dieser Maßnahme ist der Ausbau der erneuerbaren Energien zur Deckung des Energiebedarfs sowie die Erschließung des Potenzials für Windenergieanlagen. Damit einhergehend wird angestrebt eine Leistung von min. 27 MW Windenergie zu installieren. Dieses Ziel wird durch die geplante Leistung von ca. 40,8 MW weit übertroffen. Somit besteht ein Puffer für das Erreichen der Klimaziele der Stadt Renningen.
Wichtiger Hinweis: Im Abschnitt "Wind" des Kapitels 6.2 Ausbau der erneuerbaren Erzeugung des Klimaschutzkonzepts wird erwähnt, dass derzeit keine Flächen für Windräder ausgewiesen sind. Zum Zeitpunkt des Beschluss des Klimaschutzkonzepts (2023) stimmt diese Aussage auch. Der Regionalplan wird derzeit jedoch teilfortgeschrieben, weshalb aller Voraussicht nach Windvorranggebiete auf der Gemarkung Renningens ausgewiesen werden. Konkret handelt es sich beim geplanten Windpark um das Vorranggebiet BB-29, welches sich nördlich auf der Gemarkung befindet.
FAQ
Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Windpark sowie ein Dialogforum finden Sie auf der Projekthomepage.
Bis Ende des Jahres 2025 wurde regelmäßig die sogenannte „Frage der Woche“ zum Windpark Renningen veröffentlicht. Ein solch großes Bauprojekt kann viele Unsicherheiten verursachen, weshalb somit mehr Klarheit und Transparenz geschafft werden sollte. Alle Fragen der Wochen finden Sie hier.
Bei Fragen an die Stadtverwaltung wenden Sie sich bitte per Mail an uns. Wir bitten Sie zu beachten, dass anonyme Anfragen nicht bearbeitet werden.
Auch die Energieagentur Kreis Böblingen hat einen Flyer "Viel Wind um Nichts? - Faktencheck Windenergie" erstellt. Hier werden die geläufigen Kritikpunkte der Windenergie aufgenommen und mit sachlichen Informationen bewertet. Auch auf den Internetseiten des BUND, NABU und LNV finden Sie objektive und unabhängige Faktenchecks. (s. weiterführende Links)



