Bürgerbüro Renningen

CO2-Fußabdruck

CO2-Fußabdruck

Wie wir von einem Ort zum anderen kommen, was wir essen, welche Kleidung wir kaufen, wie lange wir Serien gucken, wie groß unser Zuhause ist - all das und vieles weiteres hat einen Einfluss auf das Klima. So wird beispielsweise bei der Herstellung und Entsorgung von Produkten viel Energie benötigt. Wird die Energie aus nicht-erneuerbaren Energieträgern gewonnen (wie z.B. Kohle, Erdgas, Heizöl), gelangen klimawirksame Treibhausgase in die Atmosphäre. Selbst unsere grundlegendsten Bedürfnisse wie z.B. die Nahrungsaufnahme und Hygiene verursachen Emissionen.

Der CO2-Fußabdruck ist ein geeignetes Instrument, um die Klimawirkung von einzelnen Prozessen, Produkten und Unternehmen darzustellen. Aber auch jede Privatperson kann ihren persönlichen CO2-Fußabdruck abschätzen. Der CO2-Fußabdruck wird auf Basis von individuellen Verbräuchen, Verhalten und anderen Gegebenheiten berechnet. Er stellt die Summe der Treibhausgasemissionen in CO2-Äquivalenten dar.

  • Haben Sie sich schon mal gefragt welchen Einfluss Ihr Alltag auf das Klima hat? Dann berechnen Sie jetzt Ihren CO2-Fußabdruck mit dem Rechner des Umweltbundesamts:

Klima-Tipps

Klimaschutz beginnt im Alltag. Jede*r kann seinen/ihren Teil zum Klimaschutz beitragen. Jedes vermiedene Gramm CO2-Emission ist eine Investition in die Zukunft.

Wertvolle Tipps zur Reduktion des eigenen CO2-Fußabdrucks finden Sie ab sofort in den Stadtnachrichten und auf den städtischen Social Media Seiten.


Bei Fragen können Sie sich gerne unter Klimaschutz@Renningen.de melden.

  • Klima Tipp KW45 2021 - 1 Grad runter auch im Winter

    Das Beheizen der Räume verursacht über die Hälfte der CO2-Emissionen im Wohnbereich. Die Raumtemperatur um 1 Grad zu senken, spart im Handumdrehen bis zu 6 Prozent der Heizenergie.

    Klingt wenig, ist aber viel:

    • Bis zu 350 kg CO2e können so pro Jahr gespart werden!*
    • Alternativ: 35 Bäume pflanzen**

    Doch welche Temperaturen sind ausreichend?

    • Wohnbereiche können bis zu 20 Grad beheizt werden, in der Küche reicht eine Temperatur von 18 Grad. Für einen guten und erholsamen Schlaf genügen bereits Temperaturen von 17-18 Grad.

    Ein Schritt weiter:

    Durch die Installation von elektronischen Thermostaten haben Sie die eingestellte Heiztemperatur immer im Blick. Außerdem lassen sich diese Thermostate programmieren – damit können einzelne Räume zur richtigen Zeit auf die richtige Temperatur gebracht werden. Dadurch kann etwa 10 % Energie gespart werden.

    Grundlage:

    * Die angegebenen Einsparpotentiale sind Orientierungswerte. Eine genaue Berechnung der Einsparung ist nur unter Berücksichtigung individueller Faktoren möglich.

    ** 300 cm hohe Buche mit einem Stammdurchmesser von 5 cm hat ca. 0,01 m³ Holz, das ca.10 kg CO2 bindet.

    Quellen: Energiesparbüchle Baden-Württemberg 2020, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (S.14); Umweltbundesamt; Klimabooklet, myclimate (S. 39)

  • Klima Tipp KW47 2021 - Klimafreundliches Online-Shopping auch in der Vorweihnachtszeit

    Aktuell locken wieder Aktionen wie der „Black Friday“ mit Angeboten Produkte Online zu bestellen. Auch durch die Corona-Pandemie wird deutlich mehr im Internet bestellt.

    Beim Einkaufen im Internet können wir mindestens drei Dinge beachten:

    • Bewusst einkaufen – Brauche ich das wirklich? Habe ich was Ähnliches schon daheim oder kann ich es mir eventuell leihen?
    • Sammelbestellungen vorziehen – Kann ich viele Dinge bei einem Händler bestellen und somit die Anzahl der Lieferungen reduzieren?
    • Retouren vermeiden – Bin ich sicher, dass mir das Produkt zu 100% gefällt und passt?

    2018 wurden etwa 238.000 Tonnen Treibhausgas-Emissionen durch Waren-Rücksendungen verursacht. Eine Online-Bestellung von Schuhen inklusive Retoure verursacht ca. 1 kg CO2e.

    Davon entsteht etwa ein Drittel der Emissionen durch die Retoure:

    • Bis zu 2,2 kg CO2e können pro Jahr durch das Vermeiden von Rücksendungen gespart werden*
    • Alternativ: Einen „kleinen“ Baum pflanzen**

    Noch besser:

    Nur Produkte online einkaufen, welche nicht im Laden in der Nähe zu bekommen sind. Der Einkauf im regionalen Handel verursacht am wenigsten Emissionen, wenn er zu Fuß, mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln erledigt wird.

    Grundlage:

    * Annahme: Eine Retoure verursacht 370 g CO2e, bei durchschnittlich 6 Retouren pro Jahr und Person in Deutschland

    ** 300 cm hohe Buche mit einem Stammdurchmesser von 5 cm hat ca. 0,01 m³ Holz, das ca.10 kg CO2 bindet.

    Quellen: Energiesparbüchle Baden-Württemberg 2020, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (S.16); Umweltbundesamt; Öko-Institut, Verbraucherzentrale, Universität Bamberg

  • Klima Tipp KW49 2021 - Besinnliche Stimmung - mit der richtigen Beleuchtung

    Lichterketten und weihnachtliche Fensterbilder sorgen jetzt in der Adventszeit für eine besonders gemütliche Stimmung in den Abendstunden. Etwa 17 Milliarden Lämpchen sorgen alleine in Deutschland für den besinnlichen Lichterglanz. Die Zahl der verwendeten Lämpchen steigt in den letzten Jahren kontinuierlich. Das hat Auswirkungen auf den Stromverbrauch und damit die Treibhausgas-Emissionen. Schätzungsweise verbraucht die Beleuchtung 510 Millionen Kilowattstunden, das sind über 187.000 Tonnen CO2e. 

    Doch auch wenn ein Verzicht auf die Weihnachtsbeleuchtung am nachhaltigsten wäre, kann auch ganz einfach die Auswirkung auf das Klima reduziert werden. Durch den Einsatz von LED-Lichterketten können bis zu 17 kWh gespart werden.

    • Bis zu 6 kg CO2e können so in 4 Wochen vermieden werden*
    • Alternativ: Einen Baum pflanzen**

    Eine LED-Lichterkette spart im doppelten Sinne Geld – etwa 5 € spart man durch den geringeren Stromverbrauch in der Adventszeit. Außerdem sind LED Lichterketten deutlich langlebiger und müssen seltener ersetzt werden.

    Weitere Tipps zum klimafreundlichen Beleuchten:

    • Beim Kauf auf die Lebensdauer der Lichterketten achten (Richtwert 20.000-30.000 Stunden)
    • Die Lichterkette nur einschalten, wenn sie gesehen wird – tagsüber & nachts die Beleuchtung ausschalten – z.B. mit einer Zeitschaltuhr
    • Verzicht auf batteriebetriebene Leuchtmittel


    Grundlage:

    * Annahme: Emissionsfaktor Strom Bundesmix 0,366 kg CO2e/kWh, Beispiel-Lichterkette mit 24 Lämpchen leuchtet an 28 Tagen je 8 Stunden (224 Stunden), LED Lichterkette 5 Watt, Glühlampen Lichterkette 80 Watt, Strompreis 0,28 €/kWh

    ** 300 cm hohe Buche mit einem Stammdurchmesser von 5 cm hat ca. 0,01 m³ Holz, das ca.10 kg CO2 bindet.

    Quellen: LichtBlick, co2online, Verbraucherzentrale, Umweltbundesamt, Öko-Institut e.V.

  • Klima Tipp KW02 2022 - Ernährung umstellen - mehr VEGGIE für das Klima

    Das neue Jahr beginnt oft mit guten Vorsätzen – seit 2014 gibt es z.B. auch die „Veganuary“ Kampagne. Dabei ernähren sich jedes Jahr ca. 580.000 Menschen für einen Monat rein pflanzlich (vegan), um so etwas für die Umwelt, die eigene Gesundheit aber auch für das Klima zu tun.

    Landnutzungsänderungen durch Futtermittel-Anbau, Emissionen durch Viehhaltung und hoher Energieverbrauch bei der Produktion – der Konsum tierischer Lebensmittel hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima.

    Die „Veganuary“ Kampagne soll den Wechsel zu einer pflanzlichen Ernährung erleichtern und aufzeigen, dass ein Verzicht auf tierische Lebensmittel gar nicht so schwer ist, wie gedacht.

    Auch eine schrittweise Reduktion des Konsums tierischer Lebensmittel hilft schon das Klima zu schonen: 

    • Margarine (ohne Palmöl) statt Butter – spart etwa 7 kg CO2e pro Kilogramm ein*
    • Reduktion des durchschnittlichen Käse-Konsums spart bis zu 143 kg CO2e pro Jahr*
    • Pro fleischfreiem Tag können bis zu 3 kg CO2e vermieden werden*

    Alternativ: Pro verursachtem kg CO2e einen Baum pflanzen**

    Mittlerweile finden sich eine Vielzahl an veganen und vegetarischen Rezepten in Zeitschriften, Kochbüchern und im Internet. Um das Bewusstsein für pflanzliche Ernährung zu stärken ist es sinnvoll zunächst mit einzelnen Gerichten zu starten, fleischfreie Tage einzubauen oder aber erstmal auf kleinere oder halbe Fleischportionen umzustellen. Jeder Schritt ist dabei ein wichtiger Schritt zur klimafreundlichen aber vor allem klimabewussten Ernährung.

    Grundlage:

    * CO2-Fußabdruck Butter: 9 kg CO2e/kg, Margarine: 1,7 kg CO2e/kg, Käse: 5,7 kg CO2e/kg, Durchschnittlicher Käse-Konsum in Deutschland: 25 kg pro Jahr (entspricht ca. 3 Scheiben pro Tag), Durchschnittliche Ernährungsweise: 2.552 kg CO2e/Jahr, Vegetarische Ernährungsweise: 1.360 kg CO2e/Jahr

    ** 300 cm hohe Buche mit einem Stammdurchmesser von 5 cm hat ca. 0,01 m³ Holz, das ca.10 kg CO2 bindet.

    Quellen: co2online.de, veganuary.com, ifeu-Studie „Ökologische Fußabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland“, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, WWF Kompass „Klimaschutz, landwirtschaftliche Fläche und natürliche Lebensräume“

  • Klima Tipp KW10 2022 - So viel Licht wie nötig - so wenig Licht wie möglich

    Vielleicht ist es Ihnen selbst schon mal aufgefallen: In großen Städten und in Ballungszentren kann man kaum die Sterne am Nachthimmel sehen, während sie in ländlicheren Regionen deutlich heller erscheinen und Sternbilder erkennbar sind. Der Unterschied ergibt sich durch die sogenannte Lichtverschmutzung.

    Lichtverschmutzung ist die Änderung der natürlichen Dunkelheit durch künstliches Licht. Sie gilt als die am schnellsten wachsende, vom Menschen verursachte Veränderung der natürlichen Umwelt. Etwa 75 % der Fläche Deutschlands ist nachts 2,5-fach so hell wie unter natürlichen Bedingungen. Ursachen für die Lichtverschmutzung sind übermäßiges und fehlgeleitetes Licht von Straßen- und Fassadenbeleuchtungen, Werbetafeln, Gartenbeleuchtungen, etc.

    In Städten und Ballungsräumen gibt es viele dieser Lichtquellen, was zur übermäßigen Erhellung des Nachthimmels führt.

    Meistens kann das Licht nachts einfach aus bleiben oder bedarfsgerecht z.B. durch Bewegungsmelder gesteuert werden. So wird es nicht verschwendet – das spart Energie und Kosten. Außerdem werden pro eingesparter Kilowattstunde im Schnitt 0,544 kg CO2e Emissionen vermieden.

    Auch die Umwelt wird durch die Lichtverschmutzung stark belastet, denn der natürliche Rhythmus von Helligkeit und Dunkelheit wird durch sie gestört. Das beeinflusst unter anderem das Verhalten, den Reproduktionserfolg, die Nahrungssuche und Orientierung von Lebewesen.

    • Tagaktive Lebewesen benötigen Dunkelheit zum Schlafen, Entspannen und Regenerieren
    • Nachtaktive Lebewesen benötigen die Dunkelheit für die Nahrungssuche und Fortpflanzung
    • Für Pflanzen ist der Tag- und Nachtrhythmus wichtig für die Photosynthese und damit für das Wachstum

    Bei Menschen konnte nachgewiesen werden, dass künstliches Licht in der Nachtzeit zum Beispiel zu Schlaf- und Stoffwechselstörungen führen kann. Aber auch eine erhöhte Körpertemperatur und Herzfrequenz wird mit künstlichem Licht in Verbindung gebracht.

    Mehr Infos zum Thema Lichtverschmutzung: lightpollutionmap.info, lichtverschmutzung.de, darksky.org

    Quellen: kea-bw.de, Falchi et al. 2016, Navara and Nelson 2007, Cajochen et al. 2005, Longcore and Rich 2004, Cinzano et al. 2001

  • Klima Tipp KW22 2022 - Erdbeerzeit ist jetzt - regional und saisonal Einkaufen für's Klima

    Aktuell können wir uns wieder über frische Erdbeeren und Spargel aus der Region freuen. Doch nicht nur Erdbeeren und Spargel sind an eine bestimmte Saison gebunden –jedes Gemüse und Obst in Deutschland hat zu einer bestimmten Zeit „Saison“.

    Trotzdem können wir fast ganzjährig auf das gesamte Angebot zurückgreifen. Entweder stammen die Waren dann aus anderen Ländern und müssen über weite Strecken transportiert werden oder sie werden aufwändig in beheizten Gewächshäusern gezogen oder in Lagern gekühlt. Diese Prozesse sind sehr energieaufwändig und verursachen dadurch Treibhausgasemissionen.

    Gerade der Übersee-Transport von Lebensmitteln wirkt sich negativ auf das Klima aus, da sie meist mit dem Schiff oder dem Flugzeug transportiert werden. Produkte die auf dem Luftweg transportiert werden, verursachen pro Kilogramm Lebensmittel bis zu 107-mal so viele Treibhausgasemissionen als mit dem Schiff transportierte.

    Beispielhaft aktuell verfügbare Produkte und ihr CO2-Fußabdruck im Vergleich zu Produkten die außerhalb der Saison importiert werden:

     

    Fußabdruck pro kg Ware (Saison)

    Fußabdruck pro kg Ware (Herkunft, Transportmittel)

    Einsparung beim Kauf regionaler Ware

    Erdbeeren

    0,6 kg CO2e (Mai-Aug)

    6,8 kg CO2e (Ägypten, Flugzeug)

    91 %

    Heidelbeeren

    1,2 kg CO2e (Jun-Aug)

    2,1 kg CO2e

    (Chile, Schiff)

    43 %

    Spargel

    1,7 kg CO2e

    (Mai-Jun)

    26,9 kg CO2e (Peru, Flugzeug)

    94 %

    Gurken

    0,5 kg CO2e

    (Apr-Okt)

    1,5 kg CO2e (Spanien, LKW)

    67 %

    Heimische Landwirte und Direktvermarkter bieten oftmals eine reichhaltige Palette an eigens saisonal angebautem Obst und Gemüse an. Schauen Sie dazu auch gerne auf dem Renninger Wochenmarkt vorbei.
    Beim Kauf von Produkten im Supermarkt können Sie sich vorher informieren, welche Produkte gerade Saison haben, zum Beispiel in einem sogenannten Saison-Kalender.

    Im Supermarkt selbst können Sie außerdem auf die geschützte Ursprungsbezeichnung oder auf das Regionalfenster achten. Diese Kennzeichnungen geben Auskunft darüber, aus welcher Region die Produkte stammen.

    Quelle: nachhaltig-sein.info, bzfe.de, regional-saisonal.de, verbraucherzentrale.de, nachhaltigkeitsstrategie.de 


Kontakt

Keine Mitarbeiter gefunden.

WEITERE SEITEN