Bürgerbüro Renningen

Klimaschutz in Renningen

Klimaschutz in Renningen

Hier finden Sie Aktuelles zum Klimaschutz in Renningen.

Bisher umgesetzte Maßnahmen

Die Stadt Renningen hat bereits einige Einzelprojekte und Maßnahmen umgesetzt. Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick über einige Maßnahmen. Bitte beachten Sie, dass diese Auflistung nicht abschließend ist.

  • Erneuerung Klassenzimmerbeleuchtungen Gymnasium Renningen

    Im Zuge der Modernisierung der Klassenzimmer wurden 25 Lichtpunkte im Gymnasium Renningen auf LED umgerüstet. Durch die Maßnahme können jährlich ca. 4.968 kWh eingespart werden. Das entspricht einer Gesamt Einsparung von 59 Tonnen CO2e über die Lebensdauer der Leuchtsysteme. 

    Gefördert wurde die Maßnahme unter dem Titel „KSI: Erneuerung Beleuchtung Klassenzimmer Gymnasium Renningen“ (Förderkennzeichen: 67K19078) durch die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

  • Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden

    Auf den Dächern der folgenden städtischen Liegenschaften sind derzeit Photovoltaik-Anlagen installiert:

    • Freibad (29,25 kWp)
    • Mediathek (12,75 kWp)
    • Neues Schulgebäude Renningen (Friedrich-Schiller-Schule und Musikschule) (50,25 kWp)
    • Kinderkrippe Schnallenäcker (25,25 kWp)
    • Realschule Renningen (17 kWp)
    • Kindergarten Rankbachstraße (8,8 kWp)
    • Fr.-Silcher-Schule Malmsheim (Gebäude Schulstraße) (20 kWp)

    Die PV-Anlagen auf der Realschule und der Friedrich-Silcher-Schule werden von Gesellschaftern betrieben. Der dort erzeugte Strom wird in das Netz eingespeist und nicht in den Liegenschaften verbraucht. Die PV-Anlagen auf dem Sanitätshaus des Freibades und dem Dach des Kindergartens Rankbachstraße wurden im Frühsommer 2020 in Betrieb genommen.

    Insgesamt sind aktuell ca. 163 kWp installiert. Bei einem durchschnittlichen Ertrag von 1.000 kWh pro kWp können durch die genannten PV-Anlagen ca. 163.000 kWh Strom pro Jahr erzeugt werden. Das entspricht einer CO2e-Einsparung von ca. 49 Tonnen jährlich (Emissionsfaktor Strom Bundesmix 2020, Emissionsfaktor Strom aus PV-Anlage 2019).

    Ein Photovoltaik-Kataster bildet das PV-Potential auf den weiteren städtischen Liegenschaften ab. Dieses stellt die Grundlage für die Planung zukünftiger PV-Anlagen.

  • Nahwärmeverbund zur Versorgung des Schul- und Sportzentrums

    Der Nahwärmeverbund versorgt insgesamt 13 Gebäude im Schul- und Sportzentrum Renningen. Hauptabnehmer ist dabei das Schulzentrum.

    Durch den Nahwärmeverbund können ca. 4 Megawattstunden Wärmeenergie erzeugt werden.

    Ca. 80 % der Wärmeenergie wird durch die Hackschnitzelanlage bereitgestellt. Im Sommer wird der Wärmebedarf (vor allem des Altenpflegeheims) durch eine Pelletheizung gedeckt. Zu einem geringen Teil wird auch der Energieträger Erdgas eingesetzt.

  • Klärschlammvergasungsanlage

    Zur Reduzierung der anfallenden Menge Klärschlamm und dadurch auch zur Reduzierung der Abfallmenge wird aus dem Renninger Klärschlamm Phosphordünger gewonnen. Durch solare Wärmetrocknung wird der Wasseranteil des Klärschlamms und dadurch die Masse verringert. Im Zuge dessen wird die Menge des Klärschlamms von ca. 1.200 Tonnen auf 350 Tonnen reduziert. Anschließend wird der Klärschlamm im Klärschlammreformer thermisch verwertet. Die bei diesem Prozess entstehende mineralische Asche ist frei von organischen Schadstoffen und eignet sich für die Düngemittelherstellung. Dadurch können ca. 350 Tonnen Klärschlamm jährlich weiter verwertet werden - zuvor musste diese Menge in eine Verbrennungsanlage gebracht werden.

    Die Verbrennung und Endlagerung von Abfällen verursacht eine große Menge Treibhausgasemissionen. Durch die Schlammbehandlung durch solare Wärmetrocknung und die anschließende Verwertung im Klärschlammreformer konnten die Treibhausgasemissionen durch die Schlammbehandlung deutlich reduziert werden.

  • Modernisierung der Straßenbeleuchtung

    Bereits seit dem Jahr 2010 leistet die Stadt Renningen durch die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung einen Beitrag zum Klimaschutz. In beiden Stadtteilen werden sukzessive veraltete Leuchten gegen effiziente LED Leuchten ausgetauscht. Ca. 50 % der Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet wurden bereits energetisch saniert. Dadurch konnten bereits mehr als 600.000 kWh Strom eingespart werden. Dies entspricht einer Einsparung von ca. 219 Tonnen CO2e (Emissionsfaktor Strom Bundesmix 2020).

  • Freibad Renningen wärmt Wasser mit Sonnenenergie

    Die Wassertemperatur im Renninger Freibad wird in den sonnigen Monaten alleine durch Sonnenenergie erwärmt. Erst wenn die Nächte im September kühler werden, muss mit Gas zugeheizt werden, um die Wassertemperatur zu halten.


Stadt Renningen unterzeichnet Klimaschutzpakt

Die Folgen eines weiter fortschreitenden Klimawandels stellen weltweit, aber auch für die Menschen in Deutschland eine ernste Bedrohung ihrer Lebensgrundlagen dar. Um diesen Entwicklungen wirksam entgegenzutreten, bedarf es verbindlicher internationaler und nationaler Initiativen, aber auch konsequentes Handeln im Land und vor Ort. Alle sind dazu aufgerufen, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Der öffentlichen Hand kommt dabei für ihren Organisationsbereich eine allgemeine Vorbildfunktion zu. Dazu stehen wir.

Die Stadt Renningen setzt sich daher zum Ziel, bis spätestens zum Jahr 2040 eine weitgehend klimaneutrale Verwaltung zu erreichen und unterstützt damit den 3. Klimaschutzpakt des Landes Baden-Württemberg.
Jede Kommune des Landes kann die Unterstützung des Klimaschutzpaktes mit einer Erklärung zum Ausdruck bringen. Die Erklärung der Stadt Renningen erfolgte nach Zustimmung des Gemeinderats am 18.07.2022.

Eine Liste aller Unterstützer befindet sich auf der Website des Umweltministeriums.


1. Renninger Klima-Tag 03.07.2022

WissenWollenWandeln – erster Renninger Klima-Tag zeigte das vielfältige Engagement von Renninger Akteuren, Vereinen und Initiativen in den Bereichen Mobilität, Energie und Ressourcenschonung. Vorträge, Aktionen und Mitmachangebote lockten bei 30 Grad und Sonnenschein Interessierte auf den Parkplatz Jahnstraße. Was kann jede*r einzelne zum Klimaschutz beitragen? Welche klima- und umweltfreundliche Alternativen gibt es? Was ist mein persönlicher Klima-Tipp? Um diese und weitere Themen ging es am 03.07.2022. 

Spannende Vorträge und vielfältige Angebote und Aktionen beim ersten Renninger Klima-Tag

Der Klima-Tag bot die Möglichkeit sich zu verschiedenen Klimaschutz- und Umweltthemen zu informieren und das vielfältige Engagement von Akteuren, Vereinen und Initiativen in den Bereichen Mobilität, Energie und Ressourcenschonung kennenzulernen.

Vom Rad-Check, über die Berechnung des eigenen ökologischen Fußabdrucks zu Möglichkeiten des umweltfreundlichen Einkaufens oder einer Testfahrt auf dem Lastenrad war vieles geboten. Parallel konnte man sich bei Vorträgen in der Mediathek über die naturverträgliche Energiewende, warum man statt dem Klimawandel vom „Alleswandel“ sprechen sollte und welche Rolle der Wald im Klimaschutz spielt, informieren.


Gemeinderatssitzung 28.09.2020

In der Sitzung des Gemeinderates am 28.09.2020 wurde von Herrn Thomas Steidle, Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH – kurz: KEA – mit einem Impulsvortrag dargestellt, wie komplex das Thema Klimaschutz in der Realität ist. Um den Klimaschutz und die Energiewende auf kommunaler Ebene in messbare Zahlen und Fakten umzusetzen, bedarf es viel mehr als nur einzelne Projekte oder Maßnahmen. Bei einem ganzheitlichen Klimaschutzkonzept greifen viele Bereiche ineinander, die Schnittstellen sind vielfältig, es braucht nicht nur Ideen, sondern Leitlinien, konkrete Zielsetzungen und die Manpower, zielführend und erfolgreich zu arbeiten.
In Renningen finden bereits viele gute und effektive Ansätze und Projekte statt, aber es gilt, diese zu einem Großen und Ganzen zusammenzuführen – erst dann wird aus Ideen, Visionen und Einzelprojekten ein zielorientiertes Konzept.
Der Impulsvortrag, der nachfolgend zum Download zur Verfügung steht, soll eine Übersicht geben, wie ein Klimaschutzkonzept für unsere Stadt entwickelt werden kann.

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