Bürgerbüro Renningen

Klimaschutz in Renningen

Klimaschutz in Renningen

Hier finden Sie Aktuelles zum Klimaschutz in Renningen.

Bisherige Maßnahmen (Stand 11/2021)

Die Stadt Renningen hat bereits einige Einzelprojekte und Maßnahmen umgesetzt. Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick über einige Maßnahmen. Bitte beachten Sie, dass diese Auflistung nicht abschließend ist.

  • Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden

    Auf den Dächern der folgenden städtischen Liegenschaften sind derzeit Photovoltaik-Anlagen installiert:

    • Freibad (29,25 kWp)
    • Mediathek (12,75 kWp)
    • Neues Schulgebäude Renningen (Friedrich-Schiller-Schule und Musikschule) (50,25 kWp)
    • Kinderkrippe Schnallenäcker (25,25 kWp)
    • Realschule Renningen (17 kWp)
    • Kindergarten Rankbachstraße (8,8 kWp)
    • Fr.-Silcher-Schule Malmsheim (Gebäude Schulstraße) (20 kWp)

    Die PV-Anlagen auf der Realschule und der Friedrich-Silcher-Schule werden von Gesellschaftern betrieben. Der dort erzeugte Strom wird in das Netz eingespeist und nicht in den Liegenschaften verbraucht. Die PV-Anlagen auf dem Sanitätshaus des Freibades und dem Dach des Kindergartens Rankbachstraße wurden im Frühsommer 2020 in Betrieb genommen.

    Insgesamt sind aktuell ca. 163 kWp installiert. Bei einem durchschnittlichen Ertrag von 1.000 kWh pro kWp können durch die genannten PV-Anlagen ca. 163.000 kWh Strom pro Jahr erzeugt werden. Das entspricht einer CO2e-Einsparung von ca. 49 Tonnen jährlich (Emissionsfaktor Strom Bundesmix 2020, Emissionsfaktor Strom aus PV-Anlage 2019).

    Ein Photovoltaik-Kataster bildet das PV-Potential auf den weiteren städtischen Liegenschaften ab. Dieses stellt die Grundlage für die Planung zukünftiger PV-Anlagen.

  • Nahwärmeverbund zur Versorgung des Schul- und Sportzentrums

    Der Nahwärmeverbund versorgt insgesamt 13 Gebäude im Schul- und Sportzentrum Renningen. Hauptabnehmer ist dabei das Schulzentrum.

    Durch den Nahwärmeverbund können ca. 4 Megawattstunden Wärmeenergie erzeugt werden.

    Ca. 80 % der Wärmeenergie wird durch die Hackschnitzelanlage bereitgestellt. Im Sommer wird der Wärmebedarf (vor allem des Altenpflegeheims) durch eine Pelletheizung gedeckt. Zu einem geringen Teil wird auch der Energieträger Erdgas eingesetzt.

  • Klärschlammvergasungsanlage

    Zur Reduzierung der anfallenden Menge Klärschlamm und dadurch auch zur Reduzierung der Abfallmenge wird aus dem Renninger Klärschlamm Phosphordünger gewonnen. Durch solare Wärmetrocknung wird der Wasseranteil des Klärschlamms und dadurch die Masse verringert. Im Zuge dessen wird die Menge des Klärschlamms von ca. 1.200 Tonnen auf 350 Tonnen reduziert. Anschließend wird der Klärschlamm im Klärschlammreformer thermisch verwertet. Die bei diesem Prozess entstehende mineralische Asche ist frei von organischen Schadstoffen und eignet sich für die Düngemittelherstellung. Dadurch können ca. 350 Tonnen Klärschlamm jährlich weiter verwertet werden - zuvor musste diese Menge in eine Verbrennungsanlage gebracht werden.

    Die Verbrennung und Endlagerung von Abfällen verursacht eine große Menge Treibhausgasemissionen. Durch die Schlammbehandlung durch solare Wärmetrocknung und die anschließende Verwertung im Klärschlammreformer konnten die Treibhausgasemissionen durch die Schlammbehandlung deutlich reduziert werden.

  • Modernisierung der Straßenbeleuchtung

    Bereits seit dem Jahr 2010 leistet die Stadt Renningen durch die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung einen Beitrag zum Klimaschutz. In beiden Stadtteilen werden sukzessive veraltete Leuchten gegen effiziente LED Leuchten ausgetauscht. Ca. 50 % der Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet wurden bereits energetisch saniert. Dadurch konnten bereits mehr als 600.000 kWh Strom eingespart werden. Dies entspricht einer Einsparung von ca. 219 Tonnen CO2e (Emissionsfaktor Strom Bundesmix 2020).


Gemeinderatssitzung 28.09.2020

In der Sitzung des Gemeinderates am 28.09.2020 wurde von Herrn Thomas Steidle, Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH – kurz: KEA – mit einem Impulsvortrag dargestellt, wie komplex das Thema Klimaschutz in der Realität ist. Um den Klimaschutz und die Energiewende auf kommunaler Ebene in messbare Zahlen und Fakten umzusetzen, bedarf es viel mehr als nur einzelne Projekte oder Maßnahmen. Bei einem ganzheitlichen Klimaschutzkonzept greifen viele Bereiche ineinander, die Schnittstellen sind vielfältig, es braucht nicht nur Ideen, sondern Leitlinien, konkrete Zielsetzungen und die Manpower, zielführend und erfolgreich zu arbeiten.
In Renningen finden bereits viele gute und effektive Ansätze und Projekte statt, aber es gilt, diese zu einem Großen und Ganzen zusammenzuführen – erst dann wird aus Ideen, Visionen und Einzelprojekten ein zielorientiertes Konzept.
Der Impulsvortrag, der nachfolgend zum Download zur Verfügung steht, soll eine Übersicht geben, wie ein Klimaschutzkonzept für unsere Stadt entwickelt werden kann.

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